Das Amstettner Produktsortiment wächst und wächst. Unser „Neuer“: das Kürbiskernöl vom Kürbishof Nadlinger. Zehn Fragen durften wir Markus Nadlinger stellen und uns dabei von der hervorragenden Qualität des Kernöls überzeugen.

Wie kam es, dass sich euer Familienbetrieb auf Kürbisse spezialisiert hat?

Das hat sich im Zuge der Feier zum 80. Geburtstag unserer Oma ergeben. Da haben wir Kürbiskernöl und die hervorragend schmeckende Kombination mit Schafkäse entdeckt. 🙂 In weiter Folge kamen wir zum Entschluss, selbst Kürbiskernöl zu erzeugen. 2016 haben wir dann das erste Feld mit Öl- und Speisekürbissen angebaut.

Welche Kürbissorte wird zur Gewinnung des Kürbiskernöls verwendet?

Traditionellerweise verwendet man die Kerne des steirischen Ölkürbisses. Die Sorte ist vor rund 150 Jahren entstanden und die Kürbisse können so groß wie ein Fußball werden. Im Herbst erkennt man sie dann am grün-gelb-orange gestreiften Aussehen.

Wie kann man sich die Gewinnung vorstellen?

Früher wurden die Kürbiskerne per Hand geerntet, heute gibt’s spezielle Erntemaschinen, welche die Kürbiskerne aus dem Kürbis auslösen. Dafür werden die Kürbisse vorher auf Reihen zusammengeschoben und geerntet. Anschließend werden die nassen Kürbiskerne gewaschen und getrocknet sowie abschließend nochmals gereinigt, bevor sie eingelagert werden können.

Die Ölgewinnung erfolgt dann aus den trockenen, dunkelgrünen Kürbiskernen. Diese werden dazu in einer Ölmühle zuerst klein geschrotet und anschließend mit Salz und Wasser bei 120°C etwa eine Stunde lang geröstet. Dabei kommt einerseits das Öl aus den Kernen, andererseits entsteht hierbei erst das richtig intensiv-nussige Aroma des Öls. Der Röstprozess braucht Fingerspitzengefühl und spezielle Anlagen, daher arbeiten wir mit einer Kürbiskernölmühle zusammen. Im Anschluss an das Rösten wird das Öl in einer Stempelpresse gepresst. Anschließend lässt man dieses noch 2 Wochen ruhen damit sich Schwebstoffe absetzen können und das Aroma noch runder wird.

Stadt Amstetten Kürbiskernöl
Stadt Amstetten Kürbiskernöl

Wie lange dauert der Prozess von der Ernte der Kürbisse bis zum fertigen Öl?

Im Normalfall erfolgt die Kürbiskernernte im Oktober und das erste Öl aus den Kürbiskernen gibt es dann etwa Ende November. Prinzipiell sind die Kürbiskerne etwa 2 Jahre lagerfähig, während das Öl am besten schmeckt wenn es frisch ist. Daher lassen wir alle paar Monate frisches Kürbiskernöl pressen.

Was macht dir Spaß an deiner Tätigkeit?

Wenn unsere Kunden zufrieden sind und von unseren Ölen schwärmen.

Kurz und knackig: was zeichnet (euer) Kürbiskernöl aus?

Definitiv der Geschmack. Und das bestätigen uns nicht nur unsere Kunden, sondern auch ein 1. Preis beim Öl-Kaiser der AB HOF Messe Wieselburg!

Hat Kürbiskernöl irgendwelche Vorteile gegenüber anderen Ölsorten?

Kürbiskernöl hat einen unverwechselbar-nussigen Geschmack. Darüber hinaus ist es auch noch sehr gesund durch viele wertvolle Inhaltsstoffe, wie Mineralstoffe und den Vitaminen A, C, D. Dazu kommt noch, dass es zu 80 Prozent aus ungesättigten Fettsäuren besteht. Es soll daher ebenso wie Leinöl helfen, den Cholesterinspiegel und den Blutdruck zu senken.

Wie genießt du Kürbiskernöl am liebsten?

Am liebsten ist mir die Kombination von (Mostviertler) Schafkäse oder Tomatensalat mit Kernöl.

Und gibt es sonst noch irgendwelche guten Kombis?

Kürbiskernöl schmeckt auch hervorragend mit Vanille-Eis! Das hat dann einen ganz leichten Geschmack nach Haselnuss.

Abschließend noch, die Frage aller Fragen: Warum genau sollte man euer Kürbiskernöl unbedingt mal probieren? 

Weil es eine regionale Spezialität ist und einfach gut schmeckt. 😉 Außerdem wertet es viele Salate und Speisen auf!

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Über den Autor:

Lisa Hammerl

Mitarbeiterin Stadtmarketing Amstetten

Lisa kann man sehr schnell an ihren zwei Signature Phrases „Oh mein Gott“ und „Oida wirklich“ erkennen. Die betont sie nämlich immer in der gleichen Tonlage. Zu ihren Lieblingsgetränken und Grundnahrungsmitteln zählen Gin Tonic und Berliner Luft, was auch ganz gut zu ihrem Lebensmotto „Tu dein Leben genießen!“ passt.