Das zweite Baby der Stadtluft-Produktreihe wurde heuer im Juli geboren: Das Sortiment wurde um den Stadtluft-Gin erweitert, der seither die lokale Gastroszene hochprozentig aufmischt und für Begeisterung unter den Genießern sorgt. Grund genug, bei Gin-Produzent Jürgen Datzberger mehr über das neue Trendgetränk zu erfragen – denn wir wollen ja schließlich gut über das neue Trendgetränk ginformiert sein. 😉

Wann hast du selbst eigentlich deine Liebe für Gin entdeckt – gab’s da einen ausschlaggebenden Moment?

In unserem landwirtschaftlichen Betrieb wurden schon immer Spirituosen gebrannt, das hat mich schon als kleines Kind beeindruckt. Mit 16 Jahren wollte ich aber was anderes Brennen als Obstbrände. Da kam für mich dann Whisky und gleich darauf eben auch Gin in Frage. Nach 2 Jahren rumexperimentieren mit den unterschiedlichsten Botanicals war dann unser erster Prime of Life Gin fertig!

Stadtluft Gin

Du bist ja jetzt schon seit einigen Jahren im „Gin-Business“ dabei, was ist denn das Spannende an der Gin-Produktion?

Bei uns wird schon seit 10 Jahren Gin destilliert und wir können da schon ganz selbstbewusst sagen, dass wir eigentlich bei den ersten „Vorreitern“ dabei waren, noch bevor überhaupt dieser Gin-Boom aufgekommen ist. Vor allem achten wir bei all unseren Produkten darauf, dass wir eigene Rohstoffe von unseren Feldern verwenden als auch nachhaltig sowie regional agieren. Beim Stadtluft-Gin haben wir unsere Heidelbeeren und Lavendel, beim Most/Saft die Äpfel und Birnen und beim Whisky die selbst angebaute Braugerste. Das ist unsere Philosophie, die wir so weiter gehen wollen.

Und wie kann man sich so eine Gin-Brennerei vorstellen, wie sieht da dein Arbeitsalltag aus?

Die Gin-Produktion hat einen sehr kontrollierten Ablauf. Am ersten Tag werden alle Wurzeln und Kräuter angesetzt, am zweiten Tag kommen die Früchte hinzu und am letzten Tag vorm Brennen folgen dann die leicht auslaugbaren Stoffe wie Blüten und Zitrusfrüchte. Dann wird zeitig in der Früh destilliert bis spät in die Nacht.

Wie ist dir denn die coole Idee für den Stadtluft-Gin gekommen?

Nach dem gelungenen Projekt „Amstettner Stadtmost“ gemeinsam mit dem Stadtmarketing (noch unter Maria Ettlinger) haben wir uns dann dieses Jahr getroffen und Ideen gesammelt für die neue Stadtluft Linie.
Für mich war natürlich sofort klar, dass es ein Gin sein muss. Er ist voll im Trend, jugendlich und urban. Außerdem ist mir sehr am Herzen gelegen, dass wir unbedingt die Rohstoffe vor der Haustüre verwenden, und die waren für den Gin definitiv vorhanden. Nach langem experimentieren hatten wir dann das perfekte Dry Gin-Rezept – und das kann sich schmecken lassen.

Wie trinkst du eigentlich deinen Stadtluft-Gin am liebsten?

Eigentlich sollte ich jetzt sagen Pur… Aber es gibt so viele lässige Longdrink-Varianten, z.B. Stadtluft-Gin mit Tonic und Heidelbeere on Top, mit Wildberry Tonic oder die ganz regionale Variante: mit Birnensaft, etwas Mineral und einer Birnenscheibe on Top. Das ist mein Favorit für den perfekten Sommerabend. 🙂

Und mit wem würdest du gerne einmal mit einem Stadtluft-Gin anstoßen?

Eigentlich am liebsten mit meinen Brennerei Kollegen, während wir über die Gin-Produktion und alles was so dazugehört fachsimpeln. 

Gibt’s zum Anstoßen eigentlich einen speziellen Trinkspruch (so wie zum Beispiel beim Most) – vielleicht sowas wie „Gin Gin“, oder bleibt man da eh beim klassischen „Prost“?

Ich denke beim Gin darf‘s schon mal ein klassisches „Prost“ sein. Obwohl bei der Birnenvariante ein „Gsundheit – soist lebn“ sicher auch passen würde.

Wenn wir schon einmal einen richtigen Gin-Experten im Interview haben, muss ich auch gleich mal fragen, was denn an dem Gerücht, dass Gin so gesund ist, dran ist?

Gin stärkt das Immunsystem (Wacholderschnaps enthält gesunde Inhaltsstoffe), wirkt entgiftend und ist noch dazu auch sehr kalorienarm. Früher hab ich in der Früh immer eine Banane gegessen (150 Kalorien), aber seitdem ich weiß dass ein Gin Tonic nur 115 Kalorien hat, hab ich umgestellt und der Tag fängt auf einmal noch viel besser an!
… Natürlich ein kleiner Scherz am Rande, wichtig ist natürlich, dass die Dosis angemessen ist. 😉

Und wenn man’s mit der „Gin-Medizin“ doch mal zu gut meinen sollte und etwas zu tief ins Glas schaut, hast du vielleicht einen Katertipp für uns?

Raus an die frische Luft und Sport treiben. Das hilft immer!

Kurz und knackig zum Schluss – kannst du uns drei Gründe (alle guten Dinge sind schließlich dry 😉) nennen, warum man den Stadtluft-Gin unbedingt mal kosten sollte?

Nachhaltig, künstlerisch in Geschmack und Design und einfach nur lecker. 😉

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Über den Autor:

Carina Thoma

Praktikantin Stadtmarketing Amstetten

Carina ist immer auf der Suche nach neuen Hobbies, derzeit „gartlt“ sie mit recht
großer Begeisterung. Und fotografieren, auf Konzerte gehen, schreiben und Kulturmanagement
studieren tut sie nebenbei auch noch.