Altmodisch und angestaubt? Fix nicht! Der tägliche Blick in den Instagram-Feed verrät, #yoga ist angesagter denn je. Und das nicht nur wegen der Likes. Sonnengruß & Co. haben die Herzen und Trainingsmatten der AmstettnerInnen im Sturm erobert – auch das von Lara Luisa Schneider. Die junge Amstettnerin ist sogar einen Schritt weiter gegangen und hat ihre Passion zur Profession gemacht. Wir haben Lara Luisa zum persönlichen Interview gebeten. Dabei räumt sie mit zahlreichen Yoga-Klischees auf und verrät uns was Yoga für sie persönlich bedeutet. Prädikat: Powerfrau.

Lara Luisa Schneider

Fangen wir von vorne an: Wie bist du überhaupt zu Yoga gekommen?

Yoga begleitet mich mittlerweile seit 4 Jahren fast täglich. Nach meinem Abschluss an der HLW Amstetten bin ich sofort ins Berufsleben eingestiegen. Nach nur 3 Monaten habe ich gemerkt, wie schlecht dieses permanente Sitzen für meinen Rücken ist. Mir fehlte schlichtweg der Ausgleich neben dem doch sehr eintönigen Büroalltag. Also habe ich auf Youtube „Yoga für Anfänger“ eingegeben und losgestartet.

Und warum hast du dich schlussendlich entschieden selber Yoga zu unterrichten?

Ich habe in meiner eigenen Yoga Praxis so schnelle Fortschritte gesehen. Yoga wurde innerhalb von ein paar Wochen mein täglicher Begleiter. Ich habe meinen Körper auf ganz neue Weise kennengelernt, wurde ausgeglichener und habe zu mir selbst gefunden.

Diese Leidenschaft wollte ich unbedingt mit Menschen teilen.

Was war in den letzten 4 Jahren, in denen dich Yoga mittlerweile schon tagtäglich begleitet, dein persönliches Highlight bzw. dein bestes Erlebnis?

Mein persönlich bestes Yoga-Erlebnis ist die Erkenntnis, wie sehr ich durch meine Yoga Praxis gewachsen bin. Ich bin über meine eigenen Grenzen hinausgewachsen und habe Ziele erreicht, die früher unmöglich erschienen.

Mein bestes Yoga-Erlebnis als Lehrerin war definitiv als eine Yoga Schülerin nach der Einheit zu mir sagte: „Lara, diese Yoga Stunden bedeutet mir unglaublich viel. Ich kann seit Jahren wieder richtig durchatmen und schwebe wie auf Wolke 7.“

Generell die Atmosphäre in den Yoga Einheiten sind immer wieder ein Highlight.

Hat Yoga deinen Lebensstil auch auf irgendeine Art und Weise beeinflusst oder verändert?

Yoga hat sehr vieles verändert. Ich lebe viel bewusster und achtsamer. Meditation und Pranayama (Atemübungen) gehören zu meinem Alltag. Ich esse kein Fleisch und lebe zu 80% pflanzenbasiert. Alle tierischen Produkte, die ich kaufe, sind von lokalen Produzenten.

Ich versuche mich immer weiterzuentwickeln und an mir selbst zu arbeiten.

Es gibt ja viele Vorurteile über sogenannte „Yogis“. Welche Klischees nerven dich am meisten?

Ich würde sagen, mich stören einfach Vorurteile, die auf Unwissenheit passieren. „Yogis sind Öko Freaks, sind Veganer und halten sich für etwas Besseres“. In vielen Köpfen ist dieses Klischee verankert. In der Yoga Praxis beschäftigt man sich intensiv mit einem bewussten Leben. Natürlich verändert sich dadurch der Alltag in gewisser Hinsicht und das ist auch gut so. 😊

Apropos Klischees, wer deinen Instagram Account „laraluisayoga“ kennt, weiß, dass du bei deinen Yoga-Sessions immer top gestylt bist. Wie viele verschiedene Yoga Leggings besitzt du eigentlich?

Oh, jetzt habt ihr meine große Schwäche entdeckt. Ich gebe zu viel zu viele Yoga Leggings zu besitzen. Ich kann es nicht ganz genau sagen, aber 50 sind es auf alle Fälle …

Nachdem das jetzt auch geklärt ist, kommen wir von einem Vorurteil zum nächsten: Yoga wird in unserer Gesellschaft oft noch als typischer Frauensport abgestempelt. Woran glaubst du liegt das?

„Yoga ist Frauensache“ ist ein Klischee, dass ich schon mit vielen Männern diskutiert habe. Yoga ist für Männer genau so effektiv und wichtig, wie es für uns Frauen ist. Die meisten Männer sind sogar überrascht, wie anstrengend meine Einheiten sein können. Ich glaube wir haben es hier mit der Angst zu tun. Männer befürchten auf der Yoga Matte zu versagen. Ich habe mittlerweile schon viele Männer unterrichtet, sogar einen Fußballverein und alle waren begeistert.

Gibt es für dich als Yoga-Lehrerin eigentlich ein absolutes „No-Go“?

Zu behaupten man sei zu unbeweglich für Yoga. Das ist als würde man behaupten zu krank für den Arztbesuch zu sein.

Willst du uns dein Lieblings-Yoga-Plätzchen in Amstetten verraten? Oder bleibt das geheim?

Mein liebstes Yoga Plätzchen ist die Natur. Eine grüne Wiese, umgeben von Blumen, Matte ausrollen, die warmen Sonnenstrahlen auf der Haut spüren – besser geht es nicht.

Im August und September findet ja jeden Sonntag eine kostenlose „Sunday Morning Session“-Einheit mit dir oder Michael Peter Beer am Hauptplatz statt. Was dürfen sich die TeilnehmerInnen erwarten?

Die AmstettnerInnen erwarten Yoga Einheiten der besonderen Art. Die Einheiten werden kraftvoll und ausgleichend. Wir werden den gesamten Körper dehnen, an unsere Grenzen gehen, gemeinsam Wachsen und das „Prana“ in uns fließen lassen. 😊

Ich kann es kaum erwarten.

Lara Luisa Schneider
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Über den Autor:

Katja Lehenbauer

Mitarbeiterin Stadtmarketing Amstetten

Die Interessen von Katja sind definitiv sehr vielfältig: angefangen vom Laufsport, gesunder Ernährung und Shopping bis hin zum Instagram-Account ihrer Katze, ihre Katze selbst und Henning May von AMK ist alles dabei.